Borxleben

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Die Gemeinde gehört zu den ältesten Siedlungen Thüringens.

Ihre erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahre 786.

Borxleben ist jedoch weitaus älter. Der Ort ist eine Gründung der in der Völkerwanderungszeit von 300 bis 531 aus dem Norden einwandernden Angeln und Warnen. Dies ist aus dem Grundwort „leben, althochdeutsch von libra = Erbgut, Hinterlassenschaft, abzuleiten.

Im 12. Jh. Gehörte Borxleben zur Grafschaft Rothenburg. Im Mittelalter unterstand Borxleben mit Ichstedt und Udersleben einer eigenen Gerichtsbarkeit.

Der Haupterwerbszweig bildete die Landwirtschaft, die Leineweberei war bis Mitte des 19. Jahrhunderts neben der Landwirtschaft und dem Obstbau eine Existenzgrundlage für die Bevölkerung. Mit über 40 Meistern hatten die Borxlebener und Ichstedter Weber sogar eine eigene Leinenweberinnung.

Zwischen Borxleben und Kachstedt wurde in den Schacht der Grube „Zuversicht“ bis ungefähr zum 1. Weltkrieg der Abbau von Braunkohle betrieben. Eine Grubenbahn führte von Artern nach Borxleben.

Borxleben ist ein typisch nordthüringisches Haufendorf mit unregelmäßigen Straßenzügen. Ein eigentliches Dorfzentrum gibt es jedoch nicht. Zentral gelegen ist das Feuerwehrhaus.

In südlicher Randlage des Dorfes liegt die Kirche, die im Jahre 1836 erbaut wurde, 1938 abbrannte, ab 1988 wieder aufgebaut und 1992 eingeweiht wurde.

Im nördlichen Teil des Dorfes liegt der Sportplatz, und am äußersten nordöstlichen Rand der Gemarkung befindet sich dies Kiesgrube.