Ichstedt

Vorschaubild

 

Die Gemeinde Ichstedt gehört zweifellos zu den ältesten Siedlungen Thüringens. Ihre erste urkundliche Erwähnung erfolgte am 18. Mai 874 in einer Urkunde des Deutschen. Ichstedt ist jedoch weitaus Älter. Die Orte mit der Endung „-Stedt“ sind in der Zeit des Überganges vom 4. zum 5. Jahrhundert nach Christi von Angeln angelegt worden.

Die ersten Ansiedlungen erfolgten auf der Anhöhe des Telwinkels zwischen Udersleben und Borxleben. Bei der Freilegung des Urnenfeldes des Ichstedter Hügels oder auch Galgenhügel im Jahr 1882 fand man Urnen aus dem 7. Jahrhundert vor der Zeitrechnung. Der Name Ichstedt bedeutet die Stätte der germanischen Göttin Isa (Frau Eisen). Ichstedt besaß im Mittelalter eine eigene Gerichtsbarkeit, der auch die Dörfer Udersleben und Borxleben unterstanden. Hauptwirtschaftszweig bildete die Landwirtschaft, die hauptsächlichsten Ackerflächen wurden von der Domäne und von Zwei Rittergütern bewirtschaftet.

Eine Windmühle und drei Wassermühlen gab es in Ichstedt.

Die Leineweberei bildete bis Mitte des 19. Jahrhunderts neben der Landwirtschaft und dem Obstbau eine Existenzgrundlage für die Bevölkerung. Mit über 40 Meistern bildeten die Ichstedter und Borxleben sogar eine eigene Leineweberinnung.

 

Kindertagesstätte Ichstedt