Kalbsrieth

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Kalbsrieth bildete mit Ritteburg eine Siedlung, deren Name „Rieth“ im Mittelhochdeutschen Sumpfland bedeutete.

Über die Gründungszeit gibt es keine verlässlichen Aussagen.

Rittergut wird 932 als Loeus Reot genannt, falls nicht Kalbsrieth gemeint ist. Loeus bedeutet: „Die Burg im Riethe oder Sumpfe“. Erste Erwähnungen von Ritteburg stammen aus den Jahren 1386 und 1390. Im 12. Jahrhundert wurden die Orte von den Flamen besiedelt. Sie hatten begonnen, das Helmeried urbar zu machen. An diese Zeit erinnert ein Damm, der Hünefeldsdamm.

Kalbsrieth und Ritteburg waren immer von der Landwirtschaft geprägt. Die Bauern verdienten sich ihren Lebensunterhalt durch den Verkauf von Heu, Gerste und Obst, aber auch von Gänsen und Rindern.

Im 15. Jahrhundert ließ sich die Familie von Kalb in Kalbsrieth nieder. Goethe war oft Gast im Kalbsriether Schloß.

Die Kirchen in beiden Orten, die St. Jacobikirche Ritteburg und die St. Johanniskirche Kalbsríeth, sind sehr beachtenswert.