Reinsdorf

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Um das Jahr 786 wird das Dorf zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Zwei Brüder, Reginhard und Eberhard, haben hier ihre Höfe angelegt, und Zuziehende haben sich um diese Höfe angesiedelt.

Bei Bretleben geht der Seitenarm der Untrut ab, der in Richtung Reinsdorf zum Dorf hin fließt und hier eine Mühle betreibt.

Die Ansiedler fanden eine Wasserquelle, den heutigen Angerbrunenn.

Um 1580 war die Kapelle, die der Maria Magdalene geweiht war, noch vorhanden. Noch 1752 sind die Ruinen dieser Kirche sichbar gewesen. Sie soll dort gestanden haben, wo jetzt das „Einnahme-Gedeckes-Haus“ Liegt.

Möglich wäre dies, da das Stück Land östlich davon der „Gottesacker“ heißt.

Bernsdorf (= Reinsdorf, genannt nach dem Grafen Benno) erstreckte sich wahrscheinlich bis zur Helmbolds Gasse, da das Land, auf dem die Neue Straße entstanden ist, früher die „Höfe“ hieß.

Die Einwohner des niedergebrannten Bernsdorf haben sich im Unterdorf angesiedelt und den Namen Bernsdorf aufgegeben. Die Häuser dort wurden in leichter Bauart, Lehmbauten mit Stroh- und Schindeldächern gebaut.

Durch die Ansiedlung der Bernstdorfer ist das langgestreckte Dorf von fast 1,5 km entstanden.

Durch seine Länge ist es schon immer aufgefallen und hat den Namen Langenreinsdorf getragen. 1675 hatte Reinsdorf 3 Freigüter, die Fronen frei waren. 1793 pflanzten die Bewohner von Reinsdorf in der Großen Allee und 1797 in der Kleinen Allee Obstbäume. 1922 verwandelte man die Große Allee in Schrebergärten.

Im Jahre 1820 wurde eine neue Kirche gebaut.

1829/30 wurde die Schule und 1835/36 die Pfarre gebaut. 1830 begann man auch mit dem Bau der Landstraße nach Heldrungen. Die Straße nach Artern wurde 1844 bis 1846 gebaut und erleichterte den Verkehr mit der Nachbarschaft.

Am Ortsausgang wurde ein Chausseehaus errichtet.

In den Jahren 1829 bis 1844 wurde die Reinsdorfer Flur neu eingeteilt.

 

 

Weitere Informationen: www.gemeinde-reinsdorf.de

 

Zum Wasserwandern auf der Unstrut und zum Unstrutradweg siehe unter: www.unstrutradweg.de